Europäische Vereinigung für
Vitalität und Aktives Altern e.V.
Startseite eVAA e.V.

Das Vitalitätskonzept - theoretische Grundlage der
Gesundheits- und Alter(n)sdiagnostik

Das Vitalitätskonzept beruht auf der Vorstellung einer Wechselwirkung zwischen systemstabilisierenden und systemlabilisierenden Prozessen im Organismus. Es ist ein mathematisches Modell des biofunktionalen Alterns.

Die Abstraktion des Modells bezieht die systemstabilisierenden Prozesse auf das Wachstum, die systemlabilisierenden auf die Privation. Unter Privation versteht man eine Größe, die den Mangel an Funktionstüchtigkeit der Subelemente des Organismus erfasst.

Mit den mathematischen Funktionen des Wachstums und der Privation wird die Vitalitätsfunktion konstruiert, welche die theoretische Vitalität definiert. Sie bildet mit der durch das Produkt von Alternsfaktor und theoretischer Lebensdauer bestimmten kritischen gerontologischen Kennzahl das als Vitalitätskonzept bezeichnete mathematische Modell.

Es beinhaltet drei Basisparameter: das relative Geburtsgewicht, die Wachstumskonstante und die Lebenserwartung.

Das Konzept erlaubt die Angabe von Diagnose-Kennzahlen. Dazu gehören die relative reale Vitalität, das Alter, in dem das Vitalitätsmaximum zu erwarten ist und der Alternsfaktor. Mit ihnen kann der Anschluss an klinisch-diagnostische Verfahren hergestellt werden.

Walter Beier
Max-Bürger-Preisträger, Leipzig

Literatur

  1. 1. Beier, W.; Biomorphose. In: BEIER,W., ROSEN,R. (Hrsg.) Biophysikalische Grundlagen der Medizin., 2. Auflage, Gustav Fischer Verlag Stuttgart New York 1980. 502-548.
  2. Beier, W. Der Lebenslauf. Leben als Veränderung. In: OLBRICH, E., SAMES, K., SCHRAMM, A. (Hrsg.) Kompendium der Gerontologie. ecomed, Landsberg / Lech 1994. IV-1.4.

Weitere Informationen erhalten Sie unter:

Europäische Vereinigung für Vitalität und Aktives Altern e.V.
Internet: http://www.evaaa.de
eMail: info@evaaa.de