Wohin steuert der Gesundheitsmarkt 2013?
Szenarien der Zukunft
Der Gesundheitsmarkt in Deutschland verspricht ein hohes Wachstumspotenzial. Als Treiber des Wachstums werden die demographische Alterung und die damit verbundene Geriatrisierung des Gesundheitswesens, medizinischtechnische Innovationen wie Gentechnik und E-Health sowie die stetig steigenden Ansprüche an Umfang und Qualität von Gesundheitsleistungen vermutet. Steht den Akteuren im Gesundheitswesen also eine rosige Zukunft bevor? Warum jammert dann jeder?
Es liegt wohl an den Unsicherheiten, die die künftige Struktur des Gesundheitswesens bestimmen werden. Insbesondere sind hier die Regulative in der staatlichen Gesundheitsversorgung und die Präferenzen in der Bevölkerung zu nennen, nach denen sich Organisationsprinzipien des Gesundheitssystems auszurichten haben.
Aus diesen Unsicherheiten ergeben sich verschiedene Zukunftsszenarien, die im Rahmen der Präsentation abgeleitet und beschrieben werden sollen. Wichtigste Erkenntnis der Analyse: Es gibt kein „Sunshine-Szenario“. Das heißt, einzelne Akteure profitieren oder leiden in unterschiedlicher Weise unter alternativen Veränderungen im System. Das höchste Wachstumspotenzial ergibt sich allerdings in einer Zukunft, die sich als „Ich-Patient“ beschreiben lässt. Sie ist gekennzeichnet durch mehr Markt und Wettbewerb auf der Anbieterseite und einer hohen Konsumnachfrage, die mit einer hohen Bereitschaft für private Gesundheitsausgaben gepaart ist.
Abstract zum: 1. Innovationsforum Gesundheitsressourcen"
Verantalter: eVAA e.V. gefördert von BMBF
Autor:
Dr. Andreas Heigl, GlaxoSmithKline, München
Dr. Andreas Heigl, 37, studierte an der Otto-Friedrich-Universität Bamberg Politikwissenschaft, Bevölkerungswissenschaft und Soziologie. Nach Assistenten-tätigkeit am Lehrstuhl für Bevölkerungswissenschaft und Promotion im Fach Demographie wechselte er im Jahr 2000 als Analyst in das Strategie- und Trend Research der HypoVereinsbank München. Dort widmete er sich vor allem den Folgen der demographischen Alterung auf Märkte, Branchen und Sozialsysteme. 2004 spezialisierte er sich als Senior Manager für Gesundheitspolitik bei GlaxoSmithKline in München.
